Sylvester kommt immer zu kurz und das möchte ich gerne mit einem kleinen und feinsinnigen Gedichtlein ändern.
Onkel Ernst, ja der hat Spaß,
heut ist Sylvester, toll wird das!
Böller D und C und B,
und 12 Raketen, Yippeyeh.
Tante Erna, Klaus und Frieda
sehen das Waffen Arsenal -
"Soviel war noch nie da!"
Schon jetzt ist klar: Es wird fatal.
Und Onkel Ernst beginnt.
Der erste Böller ihm entrinnt.
Durch die Luft er fliegt bis
Tante Erna ins Gebiß.
Peng da liegt der Kiefer,
gleich n' Meter fuffzieg tiefer.
Die arme Erna, vom Teufel geritten,
Irrt umher, tritt auf Ihre Dritten.
Gestolpert und Nein, nicht der Kamin!
Sie brennt und Ernst, der schnellt dahin.
Noch mit den Böllern in der Tasche
sind beide sehr schnell graue Asche.
Klaus und Frida rufen Not,
rennen raus, da funkelt's rot.
Klaus, nicht anpacken, denn diese Dinger
sind Kubaner. Zu spät. Da fliegen sie,
die Finger.
Mit der ab' n Hand schubst er
die Frida vor den 7er.
Klatsch und aus das war's mit ihr,
Lieber Klaus, Happy New Year!
Und die Moral von der Geschicht',
die kenn ich leider selber nicht.
Vielleicht Besuche beim Ernst meiden,
sonst muss man unter Schmerzen leiden.